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Zusammenfassung vom 5. Rennen SSR24 GT Series 25/26

5.Lauf Treppchen 25-26

TEUFELSJAGT AUF DEM SCHWEIZER RING
enger, lauter, gnadenloser als je zuvor
Vorletztes Rennen der GT Series 2025/26.

Die Spannung? Zum Zerreissen gespannt.

Die Nerven? Dünner als Slotcar-Leitkiele.

Einlass? Massenandrang

Stimmung? Kurz vorm Orkan

17:00 Uhr Türöffnung
und kaum stand sie einen spaltbreit offen, drückten sich die ersten der gesamthaft 18 rennhungrigen Fahrer hinein. Manche liefen, einige schwebten hinein, andere befürchteten bereits, keinen Platz mehr zu bekommen.

WARM-UP: FLUCHEN; FEILEN; FLITZEN

Das Training begann um Punkt 17:00 Uhr mit gestelltem Motor. Und sofort brach das Chaos los: geschraubt, als gäbe es Bonuspunkte fürs Werkzeug. Geflucht, als wäre es olympisch, gelacht wie in einer Comedy-Nacht, getrunken als wäre es Happy Hour, gefightet als ginge es bereits um den Titel.

Es wurde eng – auf dem Tisch, am Pult, auf der Bahn. Die Bestzeiten purzelten nur so. Einer jagte den anderen. Nichts, wirklich gar nichts, wurde dem Zufall überlassen. Während die einen ihren Mut aus der Büchse tankten, pimpten sich die anderen mit Pizza ans Performance-Limit.

WAGENABNAHME

Nur eine winzige Beanstandung, die sofort – fast reuevoll – behoben wurde. Danach hiess es:
Alle startklar.
Alle scharf.
Alle bereit zur Teufelsjagt.

GRUPPE 1 – DIE SPEERSPI’TZE FEUERT

Wie üblich starteten die „Schnellen“ in Gruppe 1. Sie pflügten die Bahn, als hätten sie Unkrautvernichter in den Reifen. Bereits in Runde 3 knallte Dani eine 7.8er Runde auf die Holzbahn. RESPEKT!
Das Publikum? Kurzes Schweigen – dann ehrfürchtiges Raunen. Das konnte ja heiter werden.
Peter, aktueller Meisterschaftsleader, biss die Zähne zusammen. Er drückte so hart in den Regler, dass dieser zu jammern begann wie ein altes Türscharnier.
Die mitunter 34‑Sekunden‑Handicap der Top-Racer waren unerbittlich. Die Mitstreiter? Sie grinsten bei jeder Vorbeifahrt an der Boxengasse. 30 Sekunden können verdammt lang sein…

Thomas aus Konstanz kämpfte derweil mit massivem Gripmangel. Hätte er doch nur eine Pizza gegessen! Und Valentin, direkt vom Skilager auf die Holzbahn spürte noch all seine Knochen vom skifahren (hoffen wir mal in Anbetracht seines Alters, dass es vom skifahren war…).

Aber eines hatten alle gemeinsam:  Sie gaben alles. Restlos alles.

GRUPPE 2 – DIE CHAOTENBRIGADE

Kaum standen die Fahrzeuge der ersten Gruppe im Parc‑Fermé, krochen die ChaosGiganten unter den Startbalken.

Und wie der Name schon sagt:
Respekt? Fehlanzeige.
Fairness? Optional.
Entertainment? MAXIMAL.

Karosse an Karosse, Millimeterarbeit mit Ellenbogen, unzählige Abflüge – besonders bei Paul, der noch immer glaubt, dass man Kurven mit Vollgas meistern kann. Doppelchaos in mehreren Runden? Bingo.

Die Gäste aus Chur pressten in Gruppe 2 und Gruppe 3 als gäbe es kein Morgen. Es schien aber, dass ihnen der lange, kalte Winter von da oben nicht nur in den Gebeinen, sondern auch in den Reifen klebte, oder sie hatten die Vergaser noch nicht auf die Frühlingstemperaturen im Flachland umgestellt. Wir werden’s sehen, in 2 Wochen am SWISS-GT-Auftakt.

Und dennoch: Kein GT3 starb. Keine Tränen. Nur pures, unverfälschtes Renn-Gemetzel.

GRUPPE 3 – DIE WILDCARDS SCHLAGEN ZU

Hier starteten nach Gesamtklassement jene, die nicht an allen Läufen teilnahmen – plus einige Gastfahrer. 
Darunter: Der Präsident des SSRA, Rony, stilecht mit einem von Peter geliehenem R8. Trotz wenig Streckenerfahrung meisterte er die Bahn souverän, graziös – wie es sich eben für einen Präsi gehört.
Und dann war da noch Felix.
Der Mann aus Mostindien.
Der Stille.
Der Gefährliche.

Runde um Runde schlich er sich weiter nach vorne, ganz ohne Drama. Die Gesichter der zu diesem Zeitpunkt Top‑3 Fahrer färbten sich kalkweiss:
Will der einfach so aufs Podest? Der spinnt doch!

Spoiler:
Am Schluss reichte es – trotz blutleeren Fingern wegen ein paar mal Chaos – nur knapp nicht.
Platz 6. Stark. Sehr stark.

FAZIT – WAHNSINN. ABSOLUTER WAHNSINN.

Ein Abend voller Spannung, Überraschungen, Drama und Geschwindigkeit.
Am Ende trennten Platz 2 bis Platz 5 gerade einmal 0.25 Sektoren.
Das ist Slotracing auf Champions-League-Niveau.
Peter darf weiter vom Weltmeistertitel träumen. Und die Handicap-Zeiten versprechen ein Finale, das alles pulverisieren könnte.

AUSBLASEN, ABWISCHEN, VORBEREITEN

Der grosse Showdown steigt in 4 Wochen, am 20. März auf dem Schweizer‑Ring.

Dann heisst es:
Ein neuer Wältmeister wird gekrönt.

Bis dahin:
Ölt eure Boliden.
Schärft eure Waffen.
Und trainiert, bis die Sonne wieder aufgeht.

Danke an alle für diesen imposanten Abend! – We will be back!

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